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Wohin bewegt sich die US-Umweltbewegung?
Lara Skinner - November 2012

Photo credits: www.smartmines.com

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Von Lara Skinner – Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Umwelt- und Klimakrise entwickeln sich immer neue Formen des Widerstandes gegen die maßlose Agenda der Energiekonzerne. Seit den 1970er Jahren sind Größe und öffentliche Sichtbarkeit der US-Umweltbewegung enorm gestiegen. Dies gilt vor allem für jenen Teil der Bewegung, der dem gesellschaftlichen Mainstream zugewandt ist und auch den Großteil privater Spenden erhält. Steigende Mitgliederzahlen und öffentliche Sichtbarkeit haben aber nicht durchgängig zu einer Zunahme an politischer Macht geführt.

Die professionalisierte Mainstream-Umweltbewegung hat im Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimawandel bisher weitgehend auf Top-Down-Ansätze gesetzt, die auf Konzepten der ökologischen Modernisierung und des „Grünen Kapitalismus“ basieren und auf schrittweise Änderungen im Rahmen des gegebenen politischen Systems setzen. Obgleich sie auf diese Weise wichtige Fortschritte erringen konnten, reichen diese Ansätze angesichts der ökologischen Herausforderungen der Gegenwart nicht aus. Denn die Mainstream-Bewegung hat zu wenig dafür getan, ihre Basis zu inspirieren und zu aktivieren, und sie hat es nicht vermocht – oder ist davor zurückgeschreckt –, die eigentlichen Ursachen der Umweltzerstörung zu benennen und anzugehen.

Seit den 1980er Jahren haben Basis- und Umweltgerechtigkeitsorganisationen in den Vereinigten Staaten an Bedeutung gewonnen. Diese radikaleren Bewegungen haben Analysen entwickelt, welche die Umweltzerstörung mit der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Marginalisierung von Arbeitern, Minderheiten, Frauen und Angehörigen anderer sozialer Gruppen verbinden. Die Umweltgerechtigkeitsbewegung (environmental justice movement) geht davon aus, dass ein grundlegender Machtwechsel erforderlich ist, um den sozialen und ökologischen Bedürfnissen der Menschen Vorrang gegenüber dem Profitstreben der Konzerne zu verschaffen. Auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 betrat dann die aus diesen Basisbewegungen hervorgegangene Klimagerechtigkeitsbewegung (climate justice movement) die internationale Bühne, wo sie einen umfassenden antikapitalistischen Ansatz für den Umgang mit den aktuellen ökologischen, klimatischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen vorstellte.

Lara Skinner vom Global Labor Institute der Cornell University zeigt, wie diese jüngeren Bewegungen die Ziele, Strategien und Taktiken der Mainstream-Organisationen in Frage stellen. Vor dem Hintergrund der Geschichte der Umweltbewegung argumentiert sie, dass die Umwelt- und Klimagerechtigkeitsorganisationen die besten Voraussetzungen bieten, zusammen mit gleichgesinnten Verbündeten eine partizipatorische Bewegung mit wirklicher Macht aufzubauen, welche die ökologische Krise in Angriff nimmt.

In dem Maße, in dem sich der Kampf gegen die extremistische Agenda der weiterhin auf fossile Brennstoffe setzenden Energiebranche entfaltet, könnten Stärke und Einfallsreichtum dieser alternativen Organisationen darüber entscheiden, ob die Mainstream-Umweltbewegung ihre aktuellen Strategien überdenkt, ihre Beziehungen zu den Energiekonzernen aussetzt und die Fixierung auf institutionelle Kooperation zugunsten von wirklichem, systemischem Wandel aufgibt. Denn eines steht fest: Sollte die Agenda der Energiebranche weiterhin die Oberhand behalten, werden wir alle den Preis dafür zahlen.

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