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ÜBER UNS

RLS BÜRO NEW YORK – DIE LINKEROSA LUXEMBURG

ROSA LUXEMBURG STIFTUNG

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine international tätige, progressive Non-Profit-Organisation für politische Bildung, die der Partei DIE LINKE nahesteht. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 beschäftigt sich die Stiftung mit der Analyse sozialer Prozesse und Entwicklungen weltweit. In Zusammenarbeit mit vielen Organisationen rund um den Globus arbeitet sie an demokratischer und sozialer Partizipation, Ermächtigung von benachteiligten Gruppen, Alternativen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Konfliktverhütung und friedlichen Konfliktlösungen. Ihre internationalen Aktivitäten zielen darauf ab, mit Hilfe von wissenschaftlichen Analysen, öffentlichen Programmen und Projekten in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen politische Bildungsangebote anzubieten. Um die verschiedenen internationalen Projekte betreuen und koordinieren zu können, hat die Stiftung 17 regionale Büros in verschiedenen Teilen der Welt aufgebaut. 2013 wurde die RLS für die Zuerkennung des Konsultativstatus innerhalb des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen empfohlen.

DAS NEW YORKER BÜRO

Das New Yorker Büro der Stiftung mit Sitz in Manhattan (275 Madison Avenue) öffnete seine Türen im Jahr 2012. Es erfüllt zwei Hauptaufgaben: sich mit Themen der Vereinten Nationen zu beschäftigen, was die Kooperation mit Menschen und politischen Vertretern der südlichen Halbkugel einschließt, und mit nordamerikanischen (US-amerikanischen und kanadischen) Progressiven in Hochschulen, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, fortschrittlichen Institutionen und Think-Tanks zusammenzuarbeiten. Die Ko-Direktoren des Büros sind Stefanie Ehmsen und Albert Scharenberg. Das New Yorker Büro ist Teil des globalen Netzwerkes der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

DIE LINKE

DIE LINKE wurde 2007 als Zusammenschluss der in erster Linie ostdeutschen „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (PDS) und der westdeutschen „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ (WASG) gegründet. Bei der letzten Bundestagswahl im September 2013 wurde sie mit 8,6% der Stimmen und 64 Sitzen (36 Frauen und 28 Männer) zur drittstärksten Fraktion im Deutschen Bundestag. Der Fraktionsvorsitzende ist Gregor Gysi, 65. Die aktuellen Bundesvorsitzenden der Partei sind Katja Kipping, 35, und Bernd Riexinger, 57. DIE LINKE stellt Abgeordnete in 10 der 16 Bundesländer und Tausende von gewählten Vertretern in Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten.

Im Europäischen Parlament sind ihre acht Mitglieder des Parlaments Teil der „Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke“ (GUE/NGL).

ROSA LUXEMBURG

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung trägt den Namen einer der großen Frauen des 20. Jahrhunderts. Rosa Luxemburg (1871-1919) war eine herausragende Vertreterin der europäischen sozialistischen Bewegung. Mit all ihrer Kraft versuchte sie, den Ersten Weltkrieg zu verhindern, der dann von 1914 bis 1918 tobte. Neben Karl Liebknecht war sie die wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD. Sie war eine leidenschaftliche Kritikerin des Kapitalismus und schöpfte aus dieser Kritik die Kraft für radikales Handeln. Voller Hoffnung begrüßte sie die russische Revolution, blieb als revolutionäre Demokratin aber kritisch und wach: Hellsichtig attackierte sie frühzeitig die diktatorische Politik der Bolschewiki.

Rosa Luxemburg gehörte Zeit ihres Lebens benachteiligten, oft verfolgten Minderheiten an. Bedingt war das zum einen durch Geburt und Schicksal: Sie war Jüdin – und wenn sie auch zur Religion keinen Bezug hatte, entging sie doch nicht dem Antisemitismus. Sie war Polin – zu einer Zeit, als Polen deutscher und russischer Herrschaft unterworfen war. Bedingt war es zum anderen aber auch durch ihren Willen zu einem selbstbestimmten Leben – gegen die engen Konventionen ihrer Zeit.

Rosa Luxemburg war eine promovierte Akademikerin – zu einer Zeit, da noch kaum Frauen studierten. Sie war eine der wenigen Frauen in der aktiven Politik – Vorurteile gegenüber Frauen, die in der Öffentlichkeit eine Rolle spielten, waren bis weit in die linken Parteien hinein verbreitet.

Rosa Luxemburg lebte ihre Lieben nicht als Ehefrau – eine Provokation wider die Moralvorstellungen ihrer Zeit.

Rosa Luxemburg war eine Exilantin. Trotz ihrer deutschen Staatsbürgerschaft blieb sie in den Augen ihrer politischen Feinde eine Ausländerin, eine Polin.

Rosa Luxemburg war eine radikale Linke – in ihrer damals besetzten polnischen Heimat ein todeswürdiges Verbrechen, in ihrer deutschen Wahlheimat ein Grund für stete Verfolgung.

Rosa Luxemburg ist Märtyrerin der deutschen Novemberrevolution. Sie wurde am 15. Januar 1919 von Mördern in Uniform erschlagen – Leuten, die zu jenen Kreisen gehörten, die später offen die Übergabe der Macht an die Nationalsozialisten unterstützten.

Rosa Luxemburgs Schicksal ist untrennbar verbunden mit der Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung, den Kämpfen zwischen ihren verschiedenen Strömungen und schließlich ihrer Spaltung. Sie war Mitglied der SPD, Mitbegründerin der Spartakusgruppe und dann der KPD.

Rosa Luxemburg ließ und lässt niemanden gleichgültig. Kompromisslos und stimmgewaltig vertrat sie ihre Überzeugungen. Mit menschlicher Wärme und mitreißendem Temperament vermochte sie viele für sich zu gewinnen, die sich vorurteilsfrei auf sie einließen. Verschreckt indes reagierten jene, die sich ihr nicht gewachsen fühlten.

Rosa Luxemburgs unversöhnlicher Kampf gegen den Krieg und die Radikalität, mit der sie auf der Verbindung von politischer Freiheit und sozialer Gleichheit bestand, haben auch heute nichts an Strahlkraft verloren.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung fühlt sich dieser demokratischen Sozialistin verpflichtet.

Aufzeichnung: Video mit Kathleen Chalfant Lesung aus Briefen von Rosa Luxemburg, November 2012.

Link: The Letters of Rosa Luxemburg (veröffentlicht im Jahr 2011 mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Download: Rosa Luxemburg oder: Der Preis der Freiheit (veröffentlicht vom Karl-Dietz-Verlag)

Lektüre: Interview mit RLS-NYC Co-Leiterin Stefanie Ehmsen über Rosa Luxemburg und Feminismus, in: „The Socialist“, 1/2013.

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