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„ICH WAR, ICH BIN, ICH WERDE SEIN“: HISTORISCHE BEDEUTUNG UND HEUTIGE RELEVANZ ROSA LUXEMBURGS
17. Januar 2019 - New York

chorus of outlaws (alto) (c) Kai Lumumba Barrow

Photos von dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Ausstellung ROSA LUXEMBURG: NOCH TAUSEND DINGE statt, die den 100. Jahrestag der Ermordung Rosa Luxemburgs am 15. Januar 1919 markiert, und wird vom New Yorker Büro der Rosa Luxemburg Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut New York organisiert.

 

Rosa Luxemburg ist vor allem für ihre politische Arbeit bekannt. Die Ausstellung beschäftigt sich jedoch auch mit der weniger bekannten Tatsache, dass Rosa Luxemburg eine große Vorliebe für die Natur, vor allem für Pflanzen und Tiere, hatte. Anstatt diese „privaten“ von ihren „politischen“ Interessen zu trennen, stellen wir eine vielschichtige Persönlichkeit vor.

Die Ausstellung zeigt auf, wie Rosa Luxemburgs Interesse an der Botanik in ihre politische Praxis eingebettet war: Pflanzensammeln war für sie eine Möglichkeit, sich mit der Welt auseinanderzusetzen und sich auch um die kleinen, scheinbar unwesentlichen Aspekte der Welt mit großer Sorgfalt zu kümmern. Wir setzen uns außerdem mit Rosas Inhaftierung auseinander, die in ihr eine tiefe Sehnsucht nach der Welt draußen auslöste. Die Beschäftigung mit der Natur war für sie also auch eine Möglichkeit, ihre Isolierung im Gefängnis zu durchbrechen.

Angesichts der historischen Bedeutung Rosa Luxemburgs möchten wir diese Ausstellung als Ausgangspunkt nutzen, um ihre heutige Relevanz zu diskutieren. Hundert Jahre nach ihrem gewaltvollen Tod, erkunden wir, wie Rosas zentrale politische Ideen auf die Gegenwart zu übertragen sind.

Von ihren Werken zum Kolonialismus ausgehend, möchten wir uns mit drängenden Fragen zur Kolonisierung der Natur auseinandersetzen – einschließlich Themen wie Umweltrassismus, Exktraktivismus, Verdrängung und andere Formen struktureller Unterdrückung. Dabei wollen wir auch erkunden, wie Rosas Erfahrungen als jüdische Frau, inhaftierte Intellektuelle und Anführerin einer politischen Bewegung ihre politische Praxis geprägt haben und was wir von diesen Erfahrungen lernen können. Um Konzepte wie Spontanität und den Massenstreik herum angeordnet, soll die Diskussion alternative Handlungsmöglichkeiten an der Schnittstelle von Kunst/Performanz/Politik ausleuchten.

An der Podiumsdiskussion teilnehmen werden die feministische Wissenschaftlerin Drucilla Cornell sowie die Künstlerin Kai Lumumba Barrow. Indem sie sich vor allem auf ihre Briefe bezieht und diese im Kontext posthumanistischer Kritiken des Marxismus beleuchtet, wird Drucilla Cornell aufzeigen, dass es sich bei Rosa Luxemburgs Liebe zur Welt und allen ihren Lebewesen nicht um eine überholte Form des Humanismus handelt. Rosas Sozialismus – der nicht nur einen radikalen Wandel aller menschlichen Beziehungen propagiert, sondern auch ein vollkommen neues Verständnis von so fundamentalen Ideen wie Entwicklung, Modernisierung usw. – ist kein sentimentales Denken. Vor dem Hintergrund späterer Werke zum afrikanischen Sozialismus wird vielmehr deutlich, dass die Trennung von Mensch/Natur vollkommen neu gedacht werden muss.

Kai Lumumba Barrow wird in ihrem Beitrag mit dem Titel Fugitive Crossings: Beautifully Dehydrated (for Rosa) Ideen aus der queeren Bewegung und dem „Black feminism“ zu Konzepten wie „Unterbrechung“ und „flüchtiger Planung“ (fugitivity) vorstellen. In diesem multimedialen „Vortrag“ wird Kai Lumumba Barrow ihre ästhetische Erkundung der dekolonialen Imagination und Schwarzer Geographien fortsetzen. Im Dialog mit Briefen, Tagebucheinträgen und mündlichen Äußerungen inhaftierter Frauen entdeckt sie, auf welche Weise die alltäglichen Gewalterfahrungen der Haft untergraben und in „neue“, „unzensierte“ Räume – und zwar sowohl imaginierte als auch konkrete, gefundene wie geschaffene Räume – übersetzt werden können. Inspiriert von Rosa Luxemburgs Gefängnis-Herbarium und mit Hilfe von DJ Trickster, lädt dieser Beitrag zu einem akustischen Ergründen ein.

 

Donnerstag, 17. Januar 2019, um 19 Uhr

Goethe-Institut New York, 30 Irving Place

 

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