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NEWS / EVENTS


STIMMEN INDIGENER AKTIVISTINNEN BEI DER UNO
21.-28. April 2017 - United Nations

Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Flickr-Seite.

Die Gemeinsame Erklärung Indigener Frauen vor dem Ständigen Forum für Indigene Angelegenheiten der UNO findet sich unten auf dieser Seite.

Das New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat, zusammen mit der Partnerorganisation MADRE, indigene Aktivistinnen aus der ganzen Welt eingeladen, an der sechzehnten Sitzung des Ständigen Forums für Indigene Angelegenheiten (UNPFII) im UN-Hauptquartier in New York teilzunehmen. Ziel dieses Projektes ist die Unterstützung ihrer Interessenvertretung in der UNO und die Förderung der effektiven Partizipation von Frauen aus der Zivilgesellschaft durch die Gestaltung und Beeinflussung von Diskussionen und Prozessen in der internationalen Arena.

Zum zehnjährigen Jubiläum der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) werden unsere Organisationen eine Delegation indigener Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Nordamerika gemeinsam begleiten. Vom 21-28. April werden die Vertreterinnen in einen Austausch von Wissen und Erfahrungen mit anderen Aktivisten, UN-Experten und Regierungsvertretern treten.

Trotz der Herkunft aus verschiedenen Teilen der Erde und besonderen Bedürfnissen und Forderungen verfügen die Teilnehmerinnen der Delegation über viele Gemeinsamkeiten mit Blick auf indigene und Frauenrechten, Klimawandel, Konfliktlösung und nachhaltige Entwicklung. In diesem Jahr werden wir uns auf darauf fokussieren, Reichweite und Potenzial von Instrumenten des internationalen Rechts zu verstehen – wie die Erklärung über die Rechte indigener Völker, ein Meilenstein zum Schutz der Existenzgrundlage und Ressourcen indigener Gesellschaften weltweit. Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, effektive Strategien gegen die Bedrohungen der kollektiven und individuellen Rechten zu entwickeln.

Wir haben zahlreiche Veranstaltungen für die Delegation geplant, um eine Plattform für den Austausch verschiedener Ansätze zwischen den Bewegungen und Menschen zu schaffen. Wir werden öffentliche Podiumsdiskussionen zum Aufbau von Bewegungen sowie Strategien zur Konfrontation und Beeinflussung von Entscheidungsträgern veranstalten. Mit dem Ziel der Förderung des Austauschs von und mit indigenen Frauen und Verbündeten werden wir zudem einen gemeinsamen Empfang organisieren, der einen Dialog zwischen Mitgliedern der Zivilgesellschaft, politischen Repräsentanten und anderen Schlüsselakteuren ermöglichen wird.

Dieses Projekt ist Teil einer fortlaufenden Kooperation zwischen RLS–NYC und MADRE zur Unterstützung indigener Aktivistinnen, und es verkörpert eines der primären Ziele unserer Organisation: die Kooperation mit fortschrittlichen Akteuren des globalen Südens zu fördern, indem Möglichkeiten zur Beeinflussung von Entscheidungsprozessen der Vereinten Nationen unterstützt werden.

Öffentliche Veranstaltungen:

UNPFII Side Event – Unser Weg vorwärts: ein Dialog zwischen Bewegungen zur Verteidigung und Erweiterung unserer Rechte
Montag, 24. April, 13:15-14:30
Uhr FF Building, Rio Room
340 East 45th St. (zwischen Second & First Ave), New York

Flyer hier zum Download.

Podiumsdiskussion zum Klima-Marsch & Empfang indigener Frauen
Donnerstag, 27. April, 18-21
Uhr Church Center for the United Nations, 2nd Floor Room
777 United Nations Plaza (44th St &  First Ave), New York

Flyer hier zum Download.

GEMEINSAME ERKLÄRUNG INDIGENER AKTIVISTINNEN BEIM UNPFII

Am 27. April adressierte die von RLS–NYC und MADRE eingeladene Delegation indigener Aktivistinnen das Ständige Forum für Indigene Angelegenheiten der UN (UNPFII) mit einer gemeinsamen Erklärung über kritische Themen wie nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, ökonomische Ermächtigung und die Menschenrechte von Umweltschützern, da diese die Verwirklichung der Rechte indigener Frauen und Mädchen weltweit beeinflussen. Hier der Volltext der Erklärung:

Mündliche Erklärung im Namen der Delegation Indigener Frauen
MADRE / RLS–NYC Office

16. Sitzung des Ständigen Forums für Indigene Angelegenheiten
27. April 2017

Fortschreibung der Empfehlungen des Ständigen Forums der UN – Ermächtigung indigener Frauen

Vielen Dank, Frau Vorsitzende. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, Ihnen im Namen der Organisation afrikanischer indigener Frauen und unserer Partnerorganisationen, die heute in New York präsent sind, zu Ihrer Wahl als Vorsitzende der 16. Sitzung zu gratulieren.

Wir, indigene Frauen aus Nepal, Kenia, Kanada, Nicaragua und den Vereinigten Staaten, möchten hier vor dem Ständigen Forum für Indigene Angelegenheiten der UNO zu einigen kritischen Themen sprechen, die die Verwirklichung der Rechte indigener Frauen und Mädchen weltweit untergraben.

Frau Vorsitzende, wir alle wissen, dass indigene Frauen weltweit an der Spitze von Bewegungen stehen, die nachhaltige ökologische Lösungen entwickeln, und dass sie Schlüsselfiguren darstellen für die Anwendung dieser Lösungsansätze gegen den Klimawandel in ihren Ländern und Territorien. Sie tun dies in dem Wissen, dass sie und ihre Gemeinschaften viele der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu ertragen haben. Wir möchten mit Sorge anmerken, dass Frauen und Mädchen weiterhin mit Ungleichheit und Diskriminierung konfrontiert sind und häufig keine hinreichenden Mittel dafür haben, Instrumente und Praktiken zur Abmilderung des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel zu erforschen oder diese nutzen und implementieren zu können.

Wir begrüßen die Empfehlung der 61. Sitzung der UN-Frauenkommission (CSW), die die Mitgliedstaaten, UN-Behörden und andere Institutionen dazu aufruft, Maßnahmen zu ergreifen, die eine selbstbestimmte ökonomische Ermächtigung indigener Frauen fördern, einschließlich Zugang zu Bildung und relevanter Partizipation in der Wirtschaft. Ebenso begrüßen wir die dort erfolgte Heraushebung der Bedeutung der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) für indigene Frauen und Mädchen. Wir glauben, dass ökonomische Ermächtigung zu politischer Ermächtigung führt, und dass indigene Frauen und Mädchen auf diese Weise eine Stimme in politischen Entscheidungen bekommen, die ihr Leben betreffen.

Wir würdigen, dass die Kommission im März den Staaten, UN-Behörden und anderen Institutionen empfohlen hat, im Rahmen internationaler und regionaler Instrumente geschlechtergerechte Strategien zur Milderung des und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln und anzunehmen.

Wir unterbreiten die folgenden Empfehlungen:

1. Wir fordern die Mitgliedstaaten und UN-Behörden auf, indigene Frauen und Mädchen in die Implementierung von nationalen und internationalen Entwicklungsstrukturen und -politiken einzubeziehen, mit besonderem Fokus auf die Sustainable Development Goals (SDGs), die Agenda 2030 und das Übereinkommen von Paris. Diese Prozesse sollten die Rechte indigener Völker respektieren und die Fähigkeit indigener Frauen fördern, auf diese Ressourcen zugreifen und sie managen zu können. Dies würde den indigenen Frauen helfen, die Praktiken der Anpassung und Abmilderung, basierend auf unserem Wissen und unseren Bedürfnissen, anzuführen.

2. Wir bitten das Ständige Forum der UNO dringend, eng mit anderen UN-Behörden – in Kooperation mit Organisationen indigener Völker – zusammenzuarbeiten, um einen Kontrollmechanismus zu etablieren, der die Implementierung der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker und die ergriffenen Maßnahmen zur Sicherung des freien, vorab erzielten Konsenses in Entwicklungsprozessen überwacht. Und [wir bitten auch] darum, Ressourcen und technische Hilfe für indigene Frauen bereitzustellen, damit sie Forschung und Überwachung dieser Prozesse auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene betreiben können.

3. Wir fordern das Ständige Forum auf, für die 17. Sitzung in 2018 eine Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf indigene Frauen zu erstellen und darüber hinaus den Klimawandel und seine Auswirkungen in alle künftigen Berichte, Studien und Publikationen, die Plattform für indigenes Wissen in allen mandatierten Bereichen des Ständigen Forumsals ein ständiges bzw. Querschnittsthema aufzunehmen.

4. Wir bitten die Mitgliedstaaten, UN-Behörden und andere Geldgeber dringend, auf der nationalen Ebene eng mit indigenen Frauen zusammenzuarbeiten hinsichtlich der finanziellen Unterstützung der Förderung wirtschaftlicher Aktivitäten, die indigene Frauen und Mädchen auf allen Ebenen ermächtigen.

5. Wir betonen erneut, dass Wasser und die Gewalt gegen die Beschützer des Wassers das Sonderthema der nächsten Sitzung sein sollten.

 

NEWS / EVENTS

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