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KARTOGRAPHIE DER KANADISCHEN LINKEN
Souveränität und Solidarität im 21. Jahrhundert
Andrea Levy und Corvin Russell - Februar 2017

Brian Lapuz, flickr

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Von Andrea Levy und Corvin Russell. Kanada steht international im Ruf, ein freundliches Land zu sein. Die Außenpolitik des Landes scheint auf Kooperation und Menschenrechte aufzubauen, während in der Innenpolitik sozialdemokratische Ansätze und Werte dominieren. Dieser Ruf mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass Kanadas weniger freundlicher Nachbar im Süden einen langen Schatten wirft.

Ein Blick auf die Geschichte des Landes offenbart indes eine kompliziertere Wirklichkeit. Der Umgang mit den Ureinwohnern und „Gastarbeitern“ oder die Abhängigkeit vom Rohstoffextraktivismus im In- und Ausland belegen, dass Kanada keineswegs so freundlich zu all seinen Bewohnern und engagiert bei der Erhaltung unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen ist, wie manche annehmen.

Die neun langen Jahre Stephen Harpers als Premierminister markierten einen beträchtlichen Rechtsruck und haben der Geschichte des Landes ein neues Kapitel der Zerstörung und des Leids hinzugefügt. Die Wahl Justin Trudeaus – des jungenhaft, telegenen Zöglings aus Kanadas bekanntester liberaler Dynastie – hat viele internationale Beobachter diesen Umstand übersehen lassen. Denn obschon Trudeau, insbesondere hinsichtlich der Themen Geschlecht und Sexualität, einen „freundlicheren“ Neoliberalismus repräsentiert, lässt seine jüngste Entscheidung, zwei große Pipeline-Projekte zu genehmigen, wenig Zweifel daran, dass er die Politik der Regierung Harper in wichtigen Feldern fortsetzen wird.

Die politische Bühne Kanadas beschränkt sich jedoch nicht auf Liberale und Konservative. Auf der parlamentarischen Ebene etwa bietet die Neue Demokratische Partei (NDP), auch wenn sie derzeit nicht in bester Verfassung ist, eine sozialdemokratische Alternative zu den neoliberalen Parteien der Mitte und des rechten Flügels. In der Politik der französischsprachigen Provinz arbeitet die pluralistisch-sozialistische Partei Québec Solidaire daran, den Rahmen dessen, was politisch möglich ist, zu erweitern.

Im außerparlamentarischen Bereich waren die Studentenproteste des „Ahornfrühlings“ von 2012 einer der wichtigsten Kämpfe gegen die vorherrschende Austeritätspolitik. Der Widerstand der kanadischen Ureinwohner, der First Nations, gegen den Rohstoffextraktivismus ist rund um den Globus zu einem Modell und einer Inspirationsquelle geworden. Die Gewerkschaften besitzen, trotz ihrer Schwächung, weitaus mehr Macht als in den USA, und kreative Intellektuelle finden in den Universitäten des Landes noch immer eine Heimstätte.

In der vorliegenden Studie untersuchen Andrea Levy und Corvin Russell, beide Redaktionsmitglieder der traditionsreichen Zeitschrift „Canadian Dimensions“, das Terrain der kanadischen Linken der Gegenwart. Wo liegen ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Wo gibt es Risse im neoliberalen, extraktivistischen Staatsapparat, die von der Linken ausgenutzt werden können? Dabei steht die Frage der Souveränität der Provinz Québec und der First Nations im Mittelpunkt der kanadischen Politik wie auch dieser Studie. Welche Gemeinsamkeiten gibt es, um die großen geographischen und linguistischen Spaltungen zu überbrücken und den Kampf gegen die neoliberale Regierung erfolgreich zu gestalten?

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