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SOZIALE UND SOLIDARISCHE ÖKONOMIE
Internationale Konferenz in Zusammenarbeit mit UNRISD - Genf - 2013

p38

Angesichts globaler Krisen und der wachsenden Sorge über die Folgen unserer marktorientierten Entwicklung für Gesellschaft und Umwelt, stellt sich die Frage nach alternativen Produktions-, Finanz- und Konsumformen. In verschiedenen Regionen weltweit werden Modelle sozialer und solidarischer Ökonomie als mögliche Antwort darauf erprobt.

Was genau ist mit sozialer und solidarischer Ökonomie gemeint? Dieser Sammelbegriff bezieht sich auf Organisationsformen, die sich von konventionellen Unternehmen darin unterscheiden, dass sie explizit ökonomische und soziale (wie auch umweltbezogene) Ziele verfolgen. Sie zeichnen sich außerdem durch kooperative, assoziative und solidarische Beziehungen aus. Schaut man auf makro-ökonomische, kommerzielle und sozial-ökonomische Indikatoren, wird schnell deutlich, dass diese Wirtschaftsmodelle stark zunehmen.

UNRISD (United Nations Research Institute for Social Development) hat das Entwicklungs- und Emanzipationspotenzial dieser weltweit anzutreffenden Modelle erkannt und zum Anlass genommen, das Projekt „Potenzial und Grenzen sozialer und solidarischer Ökonomie“ ins Leben zu rufen. 500 Wissenschaftler aus 70 Ländern reagierten auf einen Aufruf, Vorschläge zu diesem Thema einzureichen. Mehr als 50 dieser Vorschläge wurden ausgewählt und auf einer internationalen Konferenz vom 6. bis 8. Mai 2013 in Genf vorgestellt. Das Büro New York der Rosa-Luxemburg-Stiftung kofinanzierte diese Konferenz, die Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Akteure der Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt zusammenbrachte.

Die Konferenz hatte drei Ziele: die Rolle sozialer und solidarischer Ökonomie für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung zu bewerten; die Sichtbarkeit dieser Modelle und die Debatte darüber innerhalb des Systems der Vereinten Nationen (aber auch darüber hinaus) zu stärken; und zur Entwicklung einer Post-2015-Entwicklungsagenda beizutragen.

Mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen internationalen Organisationen nahmen daran teil, darunter hochrangige Mitarbeiter aus mehreren Organisationen der Vereinten Nationen, wie ILO, FAO, UNDP, UN Women, UNCTAD, UNAIDS und WHO; wie auch Vertreter der OECD, des Internationalen Netzwerks zur Förderung der sozialen und solidarischen Ökonomie (RIPESS) und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA).
Die Konferenz diente als Plattform, um Erfahrungen aus Westeuropa und dem globalen Süden zusammenzubringen und einen globalen Dialog über das Potenzial sozialer und solidarischer Ökonomie zu etablieren. Die Hälfte der Referent auf der Konferenz stammte aus Ländern des Globalen Südens.

Ergebnisse der Konferenz

Soziale und solidarische Ökonomie wird oft als ein Lösungsansatz für Industrie- und Entwicklungsländer gesehen, um die nötigen sozial-ökonomischen Ziele und Umweltziele zu erreichen. Aber es gibt auch Grenzen und Herausforderungen, die angesprochen werden müssen. Die Hauptergebnisse der Konferenz lassen sich wie folgt zusammenfassen:

– Innerhalb des Systems der Vereinten Nationen gibt es Interesse an den Modellen sozialer und solidarischer Ökonomie, jedoch ist es fragmentiert. Da es eines der erklärten Ziele der Vereinten Nationen ist, Ländervertreter zusammenzubringen und Entwicklungsindikatoren aufzustellen, müssen die Organisationen der Vereinten Nationen besser über soziale und solidarische Ökonomie informiert werden. Nur dann kann die Auseinandersetzung mit diesen Modellen auch eine Priorität in ihrer Arbeit werden. Dies trifft im Übrigen auch auf viele internationale NGOs zu.

– Es gibt keine universelle Definition von sozialer und solidarischer Ökonomie, was bedeutet, dass Staaten und NGOs sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen. Aus diesem Grund ist es absolut notwendig, die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen und einen konstruktiven Dialog über Modelle sozialer und solidarischer Ökonomie ins Leben zu rufen. Da es regional- und länderspezifische Konzepte gibt, muss in diesem Dialog die Diversität respektiert werden.

– Die Komplexität der Beziehung zwischen Staat und Organisationen sozialer und solidarischer Ökonomie muss thematisiert werden, da es Staaten in der Hand haben, solche Modelle und Organisationen zu ermöglichen oder auch zu verhindern.

Ausgehend von diesen Ergebnissen muss der nächste Schritt sein, das Momentum dieser Konferenz zu nutzen, um die Sichtbarkeit der Konzepte sozialer und solidarischer Ökonomie zu erhöhen, eine breite Bewegung aufzubauen und Wege zu finden und zu verfolgen, das Thema auf die Agenda der Vereinten Nationen zu setzen.

Auf der Webseite von UNRISD gibt es ein Video mit Höhepunkten der Konferenz und Side Events.

Zusammen mit der Konferenz unterstütze das Büro New York der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Publikation einer Studie von UNRISD, die sich mit den Potenzialen aber auch den Grenzen sozialer und solidarischer Ökonomie auseinandersetzt. Oftmals nämlich werden diesen Modellen positive sozial-ökonomische und umweltbezogene Ergebnisse zugeschrieben, ohne mögliche Grenzen zu berücksichtigen („Social and Solidarity Economy: Is there a new economy in the making?“).

Weiteres Material über die Konferenz

Präsentationen, Podcasts, Beiträge und Videos
Kurzbeschreibung der Veranstaltung
Video von der Konferenz
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