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DIE NOVEMBERREVOLUTION VON 1918/19 – 100 JAHRE DANACH
8. November 2018 - New York City

© IWM

Vor 100 Jahren begann in Deutschland die Novemberrevolution. Als am 29. Oktober 1918 die Seekriegsleitung des deutschen Kaiserreichs trotz der feststehenden Kriegsniederlage in eine letzte Schlacht gegen Großbritannien ziehen wollte, meuterten mehrere Schiffsbesatzungen. In der Endphase des Ersten Weltkrieges forderten die kriegsmüden Matrosen Frieden und Brot, anstatt weiterhin einen brutalen Krieg zu führen. Wenige Tage später schlug der Matrosenaufstand in eine Revolution um—die Novemberrevolution von 1918/19. In ganz Deutschland wurden nun Arbeiter- und Soldatenräte gebildet, die den Kaiser und alle anderen Bundesfürsten zur Abdankung zwangen. Noch im gleichen Jahr wurde die Monarchie durch die Ausrufung der Republik beendet.

Angesichts der Tatsache, dass die namengebende Figur unserer Stiftung, Rosa Luxemburg, eine wichtige Rolle in der Novemberrevolution und den darauf folgenden Ereignissen spielte, wollen wir die Novemberrevolution heute noch einmal beleuchten. Zum hundertjährigen Jubiläum haben wir drei prominente Wissenschaftler zu einem Panel eingeladen, das sich mit dem historischen Erbe der Deutschen Revolution von 1918/19 beschäftigt, offene politische Fragen und Debatten neu angeht sowie hartnäckige Mythen und Versuche, die Revolution zu romantisieren, entlarvt.

Historiker Mario Kessler vom Zentrum für Zeitgeschichte in Potsdam wird hierbei den Rahmen setzen, indem er eine allgemeine Einführung in das Thema bietet, wobei er sich insbesondere mit den Arbeiter- und Soldatenräten beschäftigen wird sowie deren Bemühungen, die alte Gesellschaftsordnung mit ihren starren und reformunwilligen Strukturen abzuschaffen und die Herrschaft der Mehrheitssozialisten (MSPD) einzuführen. Er wird außerdem kontroverse geschichtswissenschaftliche Standpunkte ansprechen, wie sie etwa von Arthur Rosenberg in „The History of the Weimar Republic“ oder Bill Pelz in „A People’s History of the German Revolution“ vertreten werden.

Stephen Bronner, Professor für Politikwissenschaft an der Rutgers University, wird in seinem Beitrag einige der sich widersprechenden Auffassungen von der Deutschen Revolution vorstellen. Vor dem Hintergrund von Massenaktionen, Auseinandersetzungen zwischen den linksgerichteten Parteien sowie der Formierung neuer Institutionen wird sich Professor Bronner drei Themenbereichen widmen: der bislang ungelösten institutionellen Spannung zwischen der Republik und den Sowjets; dem konzeptuellen Verhältnis zwischen Organisation und Spontanität; und der Romantik, die die Revolution als ein gegen materielle Hindernisse gerichtetes Ereignis umgibt.

Mit wenigen Ausnahmen sind die Mehrheit der in unseren Geschichtsbüchern vertretenen wichtigen Figuren der Novemberrevolution Männer. Frauen dagegen werden in unseren historischen Narrativen, Archiven und in der kollektiven Erinnerung häufig ausgelassen. Julia Killet vom Regionalbüro Bayern der Rosa Luxemburg Stiftung bricht in ihrem Beitrag dieses historische Schweigen, indem sie aufzeigt, welche wesentliche Beiträge Frauen im Ersten Weltkrieg, in der Deutschen Revolution von 1918/19 sowie bei der Gründung der Weimarer Republik geleistet haben.

Stephen Eric Bronner ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Rutgers. Er ist Direktor für Globale Beziehungen und Mitglied des Vorstands des UNESCO-Lehrstuhls für die Prävention von Völkermord. Stephen Bronner ist der Autor von “Socialism Unbound and Rosa Luxemburg: A Revolutionary for Our Times”.

Mario Kessler ist außerordentlicher Professor am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Derzeit hat er zudem eine Gastprofessur an der Yeshiva Universität in New York inne.

Julia Killet ist die Regionalbüroleiterin und Geschäftsführerin des Kurt-Eisner-Vereins e.V. / Rosa Luxemburg Stiftung Bayern. Sie hat ihre Dissertation 2018 an der Universität Potsdam zur Darstellung Rosa Luxemburgs in Prosa des 20. Jahrhunderts geschrieben.

Diskussion mit Alyssa Adamson.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Am Anschluss an die Vorträge und Diskussion laden wir zu einem kleinen Empfang ein.

8. November 2018
18:30 Uhr
Rosa Luxemburg Stiftung—New York Office
275 Madison Ave., Suite 2114 (Eingang 40. Straße)

Flyer hier zum Download.

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