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NEWS / EVENTS


DIE NSU MONOLOGE: EINE VORSTELLUNG DER BÜHNE FÜR MENSCHENRECHTE
29. September 2018 - New York City

Photo by Bühne für Menschenrechte

Photos von dieser Veranstaltung sind auf unserer Flickr-Seite einzusehen.

In Zeiten des Aufstiegs der radikalen Rechten in Deutschland, wie auch weltweit, werden extremistische Einstellungen zunehmend normalisiert. So feiern nicht nur die rechten Parteien einen Wahlerfolg nach dem anderen, sondern es stoßen auch ethno-nationalistische und neofaschistische Haltungen auf immer größere Zustimmung. Rechte Parolen, ob auf Banner gedruckt oder in den Straßen gejohlt, motivieren vielerorts rassistisch motivierte Gewaltverbrechen.

Zwischen 2000 und 2007 ermordeten die Mitglieder der rechtsterroristischen Organisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zehn Menschen in Deutschland, von denen neun einen Migrationshintergrund hatten. Die neofaschistische Ideologie der Gruppe spiegelte die Weltanschauung anderer rechtsradikaler Organisationen, wie etwa von Blood & Honour, wieder, was auf den internationalen Wirkkreis rechtsextremen Gedankenguts verweist.

Nach einem gescheiterten Banküberfall im Jahr 2011 begingen zwei Mitglieder des NSU Selbstmord, während sich das dritte Mitglied den Behörden stellte. Im darauf folgenden Gerichtsverfahren, das im Juli diesen Jahres zu Ende ging, wurde deutlich, dass eine Reihe an Faktoren – einschließlich der Vernichtung wichtiger Untersuchungsakten über mögliche NSU-Helfer – auf die Kollusion deutscher Geheimdienstbehörden mit dem NSU verweisen. Das Versagen der Sicherheitsbehörden im NSU-Fall deutet zudem auf strukturellen Rassismus hin. Viele der 815 Zeuginnen und Zeugen, die im Gerichtsverfahren gehört wurden, berichteten von ihren Erfahrungen mit institutionellem Rassismus in den Rängen der deutschen Polizei und Geheimdienste.

Die NSU Monologe stellen die Erinnerungen dreier Familienmitglieder von Opfern des NSU – Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat – ins Zentrum. Die Geschichten Elifs, Adiles und İsmails sind wichtige Zeugnisse, die den Mut und die Willenskraft der Überlebenden des NSU dokumentieren. Mit ihren Akten des Widerstands – sei es, in der ersten Reihe eines Trauermarsches zu schreiten oder die Umbenennung einer Straße einzufordern – widersetzen sie sich der „offiziellen“ Version der Geschehnisse, die die deutschen Behörden vertreten. Mit ihren Aussagen fordern die Familien Raum für einen sehr persönlichen, historisch verantwortlichen und antirassistischen Modus des Gedenkens.

Angesichts der Wahlerfolge der AfD in Deutschland im Jahr 2017 sowie der jüngsten Ausschreitungen Rechtsradikaler in Chemnitz sind Die NSU Monologe an Aktualität kaum zu überbieten. Als dokumentarisches, wortgetreues Theaters konzipiert, ist die Aufführung mal behutsam, mal fordernd – und gewährt uns auf diese Weise tiefe Einblicke in den Kampf der Überlebenden für Wahrheit und Gerechtigkeit.

„Zutiefst persönlich und höchst politisch.“—RBB Kulturradio

„Gibt jenen eine Stimme, denen Unrecht widerfahren ist.“—Der Tagesspiegel

Die Vorstellung der NSU Monologe ist kostenfrei und findet am 29. September 2018 um 18:30 Uhr im Kraine Theater (85 E 4th St, New York, NY 10003) statt. Einlass um 18:00 Uhr. Im Anschluss an die Aufführung findet eine Diskussionsrunde mit Antonia von der Behrens, Rechtsanwältin im NSU-Prozess, statt. 

Die Veranstaltung wird vom New Yorker Büro der Rosa Luxemburg Stiftung gemeinsam mit der Bühne für Menschenrechte organisiert.

 

Hier gibt es den Flyer zum Herunterladen. Sehen Sie sich den Trailer zur Vorstellung auf YouTube an.

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