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DIE UN-FOUNDATION
Eine Basis für die UN?
Barbara Adams und Jens Martens - März 2018

Photo: Sarah Dayringer

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Von Barbara Adams und Jens Martens. Über die vergangenen zwei Jahrzehnte lassen sich schwerwiegende Veränderungen im Verhältnis zwischen den Vereinten Nationen und dem privatem Sektor nachvollziehen. Die private Finanzierung von Tätigkeiten der Vereinten Nationen durch Unternehmen und philanthropische Stiftungen ist stetig angestiegen. Zugleich wurden diverse Partnerschaften zwischen Unternehmen, philanthropischen Stiftungen und der UN ausgebaut. Diese Veränderungen läuten eine neue Ära des Multilateralismus ein, der in der Erarbeitung zwischenstaatlicher Grundsätze zu Stillstand führt. Hinzu kommt, dass man sich in der Lösung globaler Probleme zunehmend auf von Unternehmen geleitete Ansätze verlässt, was tiefgreifende Auswirkungen auf die globale Ordnungspolitik hat.

Die United Nations Foundation (UNF), die 1998 von dem US-Milliardär und Medienmogul Ted Turner gegründet wurde, steht an der Spitze dieser Entwicklungen. Ursprünglich mit dem Ziel eingerichtet die Arbeit der UN zu unterstützen, hat die UNF inzwischen eine Wachstumsstrategie entwickelt, die ihre eigenen Prioritäten, Aktivitäten und Erweiterungen voranstellt. So führt die UNF heute viele Initiativen an, die nicht in der Zusammenarbeit mit der UN entwickelt wurden bzw. von denen das UN-System nicht direkt profitiert.

Das Versagen der Mitgliedstaaten, die Tätigkeiten der Vereinten Nationen angemessen zu finanzieren, hat die UNF in ihrer Rolle als Befürworter und Unterstützer einer Öffnung der UN hin zum privaten Sektor nur gestärkt. Diese Art der Verpflichtung gegenüber privaten Unternehmen wurde jedoch nie einer rigorosen Betrachtung ihrer Effektivität unterzogen noch hat man sich mit Problemen der Berichterstattung oder der Übereinstimmung mit UN-Mandaten auseinandergesetzt. Während die UNF von ihrem speziellem Verhältnis zur UN profitiert – und zwar sowohl finanziell als auch was ihren Einfluss hinsichtlich der Auswahl und Vermittlung von Drittmittelgebern angeht –, so bringt diese ungewöhnliche Verbindung für die UN weniger deutliche Ergebnisse und Vorteile mit sich. Da den Werten der UN in der Umsetzung ihres Programms eine immer geringere Bedeutung zukommt, ist es unabdingbar zu fragen ob das Modell einer Partnerschaft zwischen UNF und UN die Erfüllung der Ziele der Vereinten Nationen noch gewährleisten kann.

Diese aus der Zusammenarbeit von RLS–NYC und dem Global Policy Forum entstandene Publikation untersucht die genannten Entwicklungen sowie die daraus resultierenden Vorteile und Risiken im Kontext der derzeitigen Neubewertung des Multilateralismus. Indem sie sich insbesondere mit Fragen zu Finanzierung und privatem Einfluss auseinandersetzen, gewähren uns Barbara Adams und Jens Martens einen tiefen Einblick in die Partnerschaft zwischen UN und UNF sowie in die von Geldgebern beeinflussten Kräftespiele innerhalb der UN. Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass Transparenz und Kontrolle sowie Richtlinien zur Rechenschaft von zentraler Bedeutung für den Ausbau und die Stärkung eines demokratischen und inklusiven globalen Ordnungssystems sind.

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