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NEWS / EVENTS


URBAN CONVERGENCES
Housing Justice, Left Governments, and Lessons from the Global South - Sept. 27–29

Screen Shot 2013-09-11 at 6.03.22 PM

Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Flickr-Seite.

Nach langwierigen Befreiungskämpfen gegen verschiedene Formen des Kolonialismus haben sich Indien, Brasilien und Südafrika zu mächtigen Spielern auf internationalem Terrain entwickelt. Die Regierungen dieser Nationen stehen in der Tradition linker Bewegungen und bedienen sich linker Rhetorik. Gleichzeitig sind ihre Großstädte Kristallisationskerne für globale Konflikte über den Bedarf an Wohnungen, Zugang zu Wasser und Elektrizität sowie über Arbeitsplätze – und dies alles im Angesicht weltweiter Austeritätspolitik im neoliberalen Zeitalter.

Mega-Ereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien, die WM 2010 in Südafrika und die Commonwealth-Spiele 2010 in Indien verschärfen diese Spannungen. Sie sollen die urbanen Zentren des Globalen Südens in Weltstädte verwandeln – zum Preis der Einschränkung der öffentlichen Räume und Dienstleistungen, der Verdrängung hunderttausender Bürgerinnen und Bürger und der weiteren Marginalisierung der Armen. Wie gehen linke Regierungen in diesen Ländern mit dem Widerspruch um, in einer neoliberalen Welt für soziale Gerechtigkeit zu sorgen?

Dies ist der Rahmen für die Konferenz „Urban Convergences“. Wir wollen danach fragen, wie Bewegungsaktivisten, linke Regierungsvertreter und Wissenschaftler sich diesen neuen Realitäten stellen, um für sozial gerechte Städte im 21. Jahrhundert zu kämpfen.

Veranstaltet vom New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit The New School Graduate Program in Design & Urban Ecologies.

Hier gibt es das Programm der Veranstaltung (Eng.) zum Herunterladen.

PROGRAMM

Freitag, 27.9.

18:00-18:30: Anmeldung, The New School

18:30-18:40: Begrüßung
Stefanie Ehmsen, Co-Direktorin des New Yorker Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung

18:40-20:00: Hauptvorträge
Leda Paulani, Beauftragte für Stadtplanung in São Paulo, Brasilien
Miloon Kothari, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Fragen des angemessenen Wohnens

20:00-21:00: Eröffnungsempfang

Samstag, 28.9.

9:15-9:30: Begrüßung
Miguel Robles-Durán, Direktor des Design & Urban Ecologies Department, Parsons The New School for Design

9:30-11:00: Fußballweltmeisterschaft, Spektakel-Kapitalismus und der Angriff auf faires Wohnen

Die bevorstehende Fußball-WM in Brasilien hat in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Für die WM wurden Milliarden von Steuergeldern ausgegeben – und die Rechte und Bedürfnisse der armen Stadtbewohner ignoriert. Diese Entwicklung hat jüngst Massenproteste im ganzen Land ausgelöst. In der Tat sehen sich die Brasilianer durch die WM und die Olympischen Spiele 2016 mit einem Spektakel-Kapitalismus konfrontiert, der die Gewinne privatisiert und die Kosten für Megaevents der Gemeinschaft, und insbesondere der Arbeiterschaft und den Armen, aufbürdet. Welche Lehren können wir in diesem Zusammenhang aus den Erfahrungen der WM 2010 in Südafrika und der Commonwealth-Spiele 2010 in Indien ziehen? Was steht uns bevor, und welche Möglichkeiten für Protest gibt es?

Paul Divakar, Generalsekretär, Dalit Human Rights/NCDHR, Neu-Delhi, Indien
Aly Karam, University of Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika
Eloisa Varela, Vereinte Volkskomitees für die Fußbal-WM, Brasilien
Moderiert von Ayşe Çavdar, Istanbul, Türkei

11:00-11:30: Pause

11:30-13:00: Fokus Brasilien

Brasiliens Favelas sind auf der ganzen Welt bekannt. Einerseits Sinnbild für die menschlichen Kosten kapitalistischer Ausbeutung, stehen diese Slums andererseits für eine pulsierende Kultur, Wirtschaft und auch für politische Macht. Die militarisierte Unterdrückung der Favelas durch den Staat, die Verwehrung einer Grundversorgung und die Verdrängung der Bevölkerung drohen diesen Charakter jedoch zunichte zu machen und die arme Bevölkerung weiter zu marginalisieren. Was kennzeichnet die Kämpfe in den Favelas und ihre Verbindung mit anderen Kämpfen für Wohngerechtigkeit und das Recht auf die Stadt?

Samuel Queiroz, Volkskomitee für die Fußball-WM, Fortalesa
Cosme Felippsen, Gemeindeforum von Porto, Rio de Janeiro
Joana Barros, Föderation von Organisationen für soziale und Bildungsunterstützung, Rio de Janeiro
Moderiert von Gerhard Dilger, Direktor des Büros São Paulo der Rosa-Luxemburg-Stiftung

13:00-14:00: Mittagspause

14:00-15:30: Fokus Indien

Indien hat eine größere Bevölkerung als der amerikanische Kontinent, und es beherbergt mehr unterschiedliche Kulturen und Sprachen als Europa. Innerhalb dieser Größe und Vielfalt gibt es eine stolze linke Tradition und eine Vielzahl sozialistischer und kommunistischer Parteien, von denen einige seit Jahrzehnten Städte und ganze Regionen regieren. Dabei sind angemessene Wohnverhältnisse zugleich eine große Herausforderungen für Indien, wie die Slums, etwa Dharavi in Mumbai, dramatisch zeigen. Dort leben Millionen Menschen auf einem Gebiet von nur gut zwei Quadratkilometern. Wie sind Kommunalverwaltungen mit der Krise der Wohnverhältnisse der armen Stadtbevölkerung umgegangen? Was können wir von den Maßnahmen lernen, die insbesondere linke Stadtverwaltungen für eine Besserung der Verhältnisse eingeführt haben?

Manisha Verma, Joint Secretary des Nationalen Beratungsgremiums von Indien, Neu-Delhi
Amita Bhide, Institut für Sozialwissenschaften in Tata, Mumbai
Jayshree Satpute, Direktor des Nazdeek-Bündnisses für soziale und ökonomische Rechte in Südasien, Neu-Delhi
Balakrishnan Rajagopal, Department of Urban Studies and Planning, MIT
Moderiert von Ethan Earle, Projektmanager des New Yorker Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Sonntag, 29.9.

10:45-11:00: Begrüßung
Rachel Laforest, Geschäftsführerin der Right to the City Alliance, New York

11:00-12:30: Fokus Südafrika

Der Afrikanische Nationalkongress schaffte die Apartheid ab, führte die Demokratie ein und wurde international zum Symbol für erfolgreichen Widerstand gegen Kolonialismus. Im neuen Südafrika besitzt der ANC viel Macht; von seinem ursprünglichen Antikolonialismus ist jedoch nur wenig geblieben. Stattdessen verfolgt er eine massive Austeritätspolitik. Dennoch bedient sich der ANC weiterhin linker Rhetorik, und zahlreiche bekennende Sozialisten sind in ihm aktiv. Wie stehen soziale Bewegungen im heutigen Südafrika zum ANC? Inwieweit bietet der linke Flügel des ANC Chancen und Hindernisse für den Kampf um größere Wohngerechtigkeit?

Patrick Bond, Direktor des Zentrums für Zivilgesellschaft, Universität von KwaZulu-Natal, Durban
David Ntseng, Church Land Programme, Durban
Najuwa Gallant, Tafelsig-Verband des Volkes, Kapstadt
Muziwakhe Gerald Ndlalose, Vorsitzender von Abahlali baseMjondolo, Durban
Moderiert von Rachel Laforest, Geschäftsführerin der Right to the City Alliance, New York

12:30-13:30: Mittagspause

13:30-15:00: Workshops

Gentrifizierung im Globalen Norden: New York und Berlin
Peter Marcuse, School of Architecture, Planning and Preservation, Columbia University, New York
Kendall Jackman, Picture the Homeless, New York
Ingo Bader, Bündnis keine Profite mit Miete, Berlin
Moderiert von Katharina Weise, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin

Wasser und Nahrung: Organisieren für den Zugang zu grundlegenden Menschenrechten
Manisha Verma, Joint Secretary, National Advisory Council of India, Neu-Delhi
Muziwakhe Gerald Ndlalose, Vorsitzender von Abahlali baseMjondolo, Durban
Moderiert von Sanjay Bharti, Dalit Human Rights/NCDHR, Neu-Delhi

Theorie auf der Straße: Zu einer Theorie der Wohngerechtigkeit im 21. Jahrhundert
Patrick Bond, Direktor des Centre for Civil Society, University of KwaZulu-Natal, Durban
Miguel Robles-Durán, Direktor des Design & Urban Ecologies Department, Parsons The New School for Design
Moderated by Monami Maulik, Direktorin von Desis Rising Up and Moving (DRUM), New York

15:00-15:30: Kaffeepause

15:30-17:00: Wohngerechtigkeit und linke Regierungen: Chancen und Hindernisse

In dieser Abschlussdiskussion werden die vorangegangenen Debatten mit Blick auf die Chancen und Grenzen linker Regierungspolitik reflektiert. Welche Merkmale hinsichtlich der Wohnverhältnisse und der Bewegungen, die für deren Verbesserung kämpfen, lassen sich in vergleichbarer Form in Indien, Brasilien und Südafrika ausmachen? Wie kann die Linke die Widersprüchlichkeit des Regierens in einem neoliberalen Umfeld bewältigen?

Josette Cole, Direktorin der Development Action Group, Kapstadt, Südafrika
Miloon Kothari, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Fragen des angemessenen Wohnens, Indien
Leda Paulani, Beauftragte für Stadtplanung in São Paulo, Brasilien
Moderiert von Albert Scharenberg, Co-Direktor des New Yorker Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Veranstaltungsort: The New School
Freitag: 55 West 13th Street, Arnhold Hall (2. Stock), The New School
Samstag: 65 West 11th Street (Eingang 66 West 12th Street), Wollman Hall (5. Stock), The New School
Sonntag: 55 West 13th Street, Arnhold Hall (2. Stock), The New School

Anmeldung für „Urban Convergences“

Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist geschlossen, es wird jedoch eine Warteliste geben.

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