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RESIST, RECLAIM, RESTRUCTURE
Gewerkschaften und der Kampf für Energiedemokratie
Sean Sweeney - April 2013

Photo Credit: Angelo González, Flickr

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Angesichts des bestehenden globalen Energiesystems haben Gewerkschaft längst verstanden, dass „business as usual” nicht nachhaltig ist. Gewerkschaftsmitglieder spüren bereits die Auswirkungen des Klimawandels, entweder als Helfer bei Klimakatastrophen oder Mitglieder der am meisten betroffenen Gemeinden. Es gibt daher eine größer werdende Gemeinschaft von Gewerkschaftsmitgliedern, die für Energiedemokratie arbeiten. Sie nehmen es mit den Vertretern und Unternehmen fossiler Brennstoffe auf und kämpfen für eine gerechte, nachhaltige und demokratische Energieversorgung.

Ein wichtige Zusammenkunft dieser Gemeinschaft fand im Oktober 2012 statt, als RLS–NYC und das Global Labor Institute der Cornell University die Konferenz „Energie Emergency, Energy Transition“ organisierten, die über sechzig Vertreter von Gewerkschaften und NGOs aus über 20 Ländern und aus fünf Kontinenten versammelte. Auf dieser Konferenz wurde die Initiative „Gewerkschaften für Energiedemokratie“ (TUED) gegründet, eine globale, sektorübergreifende Initiative zur Förderung einer demokratischen Kontrolle von Energieressourcen mit Mitteln, die eine Lösung von Klimakrise, Energiearmut, Degradierung von Land und Menschen und Unterdrückung von Arbeitsschutz und -rechten voranbringt.

„Widerstand leisten, zurückfordern, neu ordnen“ ist ein Ergebnis dieser Versammlung und wurde von Sean Sweeney, dem Kodirektor des Global Labor Institute, zusammengestellt. Der Report fasst die Beiträge der Teilnehmer zusammen und wird für die Gewerkschaftsinitiative wegweisend sein. Er konstatiert die Dringlichkeit einer Lösung in Bezug auf Energienotstand und zeigt, dass die notwendige Energiewende trotz allem nicht eintrifft. Zu einer solchen Wende, so argumentiert der Artikel, bedarf es der maßgeblichen Machtverschiebung von Privatunternehmen zu Arbeitern, Gemeinden und der Öffentlichkeit – kurz, Energiedemokratie. Ohne die demokratische und öffentliche Kontrolle von Ressourcen ist nachhaltiger Wandel nicht möglich. Eine Strategie der Handelsgewerkschaften zum Aufbau von Energiedemokratie kann daher auf den folgenden drei Zielrundlagen aufbauen: Widerstand gegen die Agenda der Unternehmen für fossile Brennstoffe leisten; die privatisierten Bereiche der Energieversorgung als öffentliches Eigentum zurückfordern; und die globale Energieversorgung neu ordnen, um erneuerbare und kohlenstoffarme Energiequellen zu fördern, Energiekonservierung durchzusetzen und eine wirklich nachhaltige Energiewende, die Arbeitsplätze schafft und die Rechte von Arbeitern und Gemeinden schützt, sicherzustellen.

Unter der Fahne „Gewerkschaften für Energiedemokratie“, setzen Gewerkschaftsvertreter aus aller Welt ihre Treffen fort, um über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Ausbeutung, Privatisierung und die Herrschaft der Unternehmen, sowie über die nächsten Schritte der Bewegung für Energiedemokratie zu dikutieren.

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